V?terfreundlich
Auf den ersten Blick ist es f?r Familienv?ter wenig attraktiv, wenn sie ? manchmal wochenlang und im Ausland ? auf Montage m?ssen. Die Terminvorgaben bei der Fertigung von Stahlkonstruktionen bei Sch?nberger Stahlbau & Metalltechnik sind in der Regel sehr knapp bemessen. Die Stahlbauer, Monteure und Schwei?er m?ssen teilweise rund um die Uhr arbeiten, auch an Wochenenden und Feiertagen. Zudem erwarten Kunden im Ausland f?r die Installation und Instandhaltung Personal vor Ort. Diese Arbeitsbedingungen erschweren es auch Sch?nberger, gut ausgebildete Spezialisten langfristig an den Betrieb zu binden. Zumal Wettbewerber im Einzugsgebiet von Sch?nberger den knappen Fachkr?ften scheinbar attraktivere Arbeitsbedingungen boten wie einer 35-Stunden-Woche und warme Werkshallen.
Lebensarbeitszeitkonten und familienbewusste Baustellenplanung
Sch?nberger wollte seine Bew?hrten Fachkr?fte jedoch nicht verlieren und reagierte mit einer Reihe von Ma?nahmen, um die Work-Life-Balance der Besch?ftigten zu verbessern:
- W?hrend intensiver Montageeins?tze bauen die Besch?ftigten Stundenguthaben auf, die einem Lebensarbeitszeitkonten gutgeschrieben und f?r bezahlte "Auszeiten" genutzt werden k?nnen.
- Bei der Baustellenplanung wird die Familiensituation ber?cksichtigt: Auslandseins?tze ?bernehmen eher alleinstehende Monteure. Der Anteil alleinstehender Monteure im Betrieb betr?gt gut ein Drittel, so dass die Personaldisposition gut funktioniert. Monteure, die Nachwuchs erwarten, werden ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat der Partnerin sogar ganz von Auslandseins?tzen freigestellt.
- Das Unternehmen unterst?tzt die jungen Familien bei der Kindergartensuche und beteiligt sich an den Kinderbetreuungskosten. Wird das Kind eingeschult oder hat es Geburtstag, dann muss die oder der Besch?ftigte ohne Anrechnung von Urlaubstagen "zwangsfrei" nehmen.
- Im Notfall k?nnen die Kinder sogar mit in den Betrieb gebracht werden. Auf dem Betriebsgel?nde wurde extra ein Spielplatz gebaut und im B?rogeb?ude ist ein Spielzimmer vorhanden. Die Besch?ftigten ?bernehmen abwechselnd den "Dienst im Spielzimmer", oft sogar die Chefin selbst.
- Planungs-, Kalkulations- oder Konstruktionsarbeiten k?nnen bei Bedarf im Home-Office erledigt werden.
Der kaufm?nnischen Gesch?ftsf?hrerin des 1962 gegr?ndeten Familienbetriebs ist es wichtig, dass ihre Besch?ftigten so viel Zeit wie m?glich mit ihren Familien verbringen k?nnen:
"Familienfreundlich zu sein, kostet kaum Geld, aber der Nutzen f?rs Unternehmen ist gewaltig."
Wertsch?tzung f?r den Alltag jenseits des Werktors
Sch?nberger beschr?nkt sich nicht auf die Familienv?ter und -m?tter. Vielmehr wertsch?tzt die Gesch?ftsf?hrung alle Besch?ftigten gleicherma?en und will ihnen allen helfen, den Alltag jenseits des Werktors mit dem Job in Einklang zu bringen.
Beispielsweise die ledigen Monteure: "Sie k?nnen bestellen", was sie f?r einen vollen K?hlschrank brauchen. Wenn sie dann oft sp?t abends oder am Wochenende von den Auslandseins?tzen kommen, sind sie im Betrieb ihre Eink?ufe bereitgestellt.
Mit solchen Ma?nahmen sorgt das Unternehmen f?r ein gutes Betriebsklima. Bei Sch?nberger geht die Fluktuation gegen null, trotz attraktiver Arbeitgeber im nahen Umfeld. Der Krankenstand liegt bei niedrigen 1,8 Prozent. Die Konstanz in der Belegschaft bewirkt wiederum eine h?here Kundenbindung, da die hochspezialisierten Montageteams die Kundenauftr?ge personell zuverl?ssig erledigen k?nnen.
Zudem spricht sich herum, dass bei Sch?nberger Familienorientierung und Wertsch?tzung hoch gehalten werden. 30 Prozent mehr Initiativbewerbungen sprechen f?r sich.