Studieren auf Arbeitgeberkosten

F?r die Walter und Partner GbR aus Tauberbischofsheim ist klar: Weiterbildungsinvestitionen m?ssen zielgerichtet erfolgen. Die strategischen Ziele des Unternehmens und die Interessen der Besch?ftigten m?ssen daf?r in Einklang gebracht werden. Dies auszuhandeln, sind Mitarbeitergespr?che eine gute Gelegenheit, die der Ingenieurdienstleister nutzt. Daraus entsteht ein detaillierter Weiterbildungsplan. Damit will der Ingenieurdienstleister einerseits fachliches Wissen ins Unternehmen holen. Erkl?rtes Ziel ist aber auch, die Betriebsbindung und das Engagement f?r das Unternehmen zu verbessern. Denn es lohnt sich, Kompetenzen zielgerichtet weiterentwickeln und "nebenbei" die Fachkr?fte an sich binden Kaum einer geht.

Wer junge, motivierte Studierende sowie Besch?ftigte unterst?tzt, f?rdert auch langfristig das eigene Unternehmen."

begr?ndet Gesch?ftsf?hrer Edgar Kraft das Weiterbildungsengagement des Unternehmens.

Ein komplettes berufsbegleitendes Studium kann durchaus Ergebnis eines individuellen Weiterbildungsplans sein. Zwingende Voraussetzung f?r die Unterst?tzung ist eine m?glichst gro?e Praxisn?he der Studienvorhaben.
1991 finanzierte Walter + Partner erstmals einer Mitarbeiterin ihr Studium und seitdem f?nf weiteren Besch?ftigten. Die Studienvorhaben wurden so berufsbegleitend oder in Vollzeit erm?glicht und finanziert. Studiengeb?hren, Semesterbeitr?ge, Lernmittel oder Mietzusch?sse werden ?bernommen. Die Beitr?ge kommen aus einem beachtlichen j?hrlichen Budget von 350.000 Euro f?r die Entwicklung der 52 Mitarbeiter. Das Gehalt der Studierenden wird zudem w?hrend eines Vollzeitstudiums grunds?tzlich weitergezahlt.

Vertrauen zahlt sich aus

Das Unternehmen gew?hrt diese Leistungen, ohne dass sich die Besch?ftigten verpflichten m?ssen, nach dem Studium weiter im Unternehmen zu arbeiten, wie das sehr h?ufig der Fall ist. Vielmehr erhalten die Besch?ftigten sogar eine Garantie, dass sie nach der Weiterbildungsma?nahme weiterbesch?ftigt werden.

Das Unternehmen vertraut darauf, dass die F?rderung an sich und ein enger Kontakt zu den Studierenden die Bindung an das Unternehmen so st?rken, dass sie keinen Wechsel anstreben. ?ber einen Mentor h?lt das Unternehmen den Kontakt zum Unternehmen, l?dt auch diejenigen, die abwesend sind, zu Betriebsfeiern ein. Diese Unternehmensstrategie hat Erfolg: Obwohl die Besch?ftigten unmittelbar nach dem bezahlten Studium den Arbeitgeber wechseln k?nnten, bleiben sie im Unternehmen. In den letzten 20 Jahren haben nur zwei Besch?ftigte das Unternehmen ungeplant verlassen.

Von der vertrauensvollen F?rderung profitiert die Walter und Partner GbR gleich mehrfach: Die Fachkr?fte entwickeln betriebsnah ihre Kompetenzen weiter. Engagement und Motivation wachsen merklich. Es entsteht im Betrieb ein Art "Schneeballeffekt": Selbst diejenigen, die zun?chst an einer umfangreicheren Weiterbildung uninteressiert waren, zeigen Interesse, sich beruflich weiterzuentwickeln. Und seit 20 Jahren besetzt das Unternehmen alle F?hrungspositionen aus den eigenen Reihen.