
Es ist toll zu sehen, dass die Idee einer Online-Bewerberplattform umgesetzt wurde. Am Anfang des Projektes war es nur eine Idee und jetzt ist aus dieser Idee Wirklichkeit geworden. Seit Januar 2020 ist das Online-Bewerbungsportal freigeschaltet und wir sp?ren jetzt schon die angedachte Arbeitserleichterung der Abteilung Personalbetreuung. Wir sind stolz auf das, was wir erarbeitet haben.
? Natalie Huster, Ausbilderin.
Die Stadtwerke Saarlouis GmbH besch?ftigt ca. 97 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter sechs Auszubildende in verschiedenen Bereichen. Mit ihren Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft arbeitet sie an innovativen L?sungen f?r eine noch sichere und effizientere Energiezukunft. Soziales und kulturelles Engagement wird bei den Stadtwerken Saarlouis GmbH ebenfalls gro?geschrieben. Sie unterst?tzen Vereine und Institutionen aus allen Bereichen des Saarlouiser Spektrums.
Ich habe mit Niklas Bauer und Natalie Huster von den Stadtwerken Saarlouis GmbH ?ber ihr Projekt Online-Bewerberplattform gesprochen.
Online-Bewerbungsportal ? eine "freundliche und effiziente" Projektidee
Urspr?nglich planten die Stadtwerke Saarlouis GmbH das Projekt Digiscouts? mit zwei Azubis umzusetzen. Doch dann kam alles ganz anders als geplant. Eine unbefristete Stelle wurde frei und einer der beiden Azubis entschied spontan die Ausbildung zu verk?rzen und die ihm angebotene freie Stelle anzunehmen. Natalie Huster, die Ausbilderin, stellte sich die Frage: aussteigen oder das Projekt mit einem Azubi umsetzen? ? und eigentlich war man ja auch schon irgendwie mittendrin? Wenngleich wir das eine oder andere Ein-Azubi-Projekt erfolgreich begleiten durften, raten wir vom RKW dennoch dazu, mit mindestens zwei Azubis das Projekt umzusetzen. Pl?tzlich die Verantwortung f?r ein Projekt und deren erfolgreiche Umsetzung ?bernehmen ? diese Umstellung ist nicht immer leicht, vor allem wenn man auch noch allein ist. Auch die projektbedingte Neuorganisation des bisherigen Ausbildungsalltags gelingt nicht immer gleich auf Anhieb.
Zum Gl?ck meisterte Niklas Bauer, Auszubildender zum Industriekaufmann, gemeinsam mit seiner Ausbilderin, diese Herausforderungen vorbildlich ? wenn auch beide am Ende eingestehen mussten, dass es viel aufwendiger und h?rter war, als zu Beginn gedacht. Auf der anderen Seite hat Niklas heute als Berufseinsteiger seiner Konkurrenz einiges voraus. Er wei? nicht nur, wie sich ein erfolgreiches Projekt anf?hlt, sondern was es an Workload, Disziplin und Verantwortung kostet.
Wie bist du an das Projekt Azubis als Digiscouts? herangegangen und wie kam es zur Projektidee?
Niklas Bauer: Im Gespr?ch mit unseren Abteilungsleitern wurden verschiedene Ideen f?r eine m?gliche digitale Umsetzung gesammelt. So hatten wir zu Projektbeginn recht schnell einige Ideen zusammen. Mein pers?nlicher Favorit war die Online-Bewerberplattform. Ich erinnerte mich an meine eigenen Erfahrungen: Als ich selbst auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz war, hatte ich mich bei vielen Unternehmen beworben. Viele dieser Unternehmen boten damals schon die M?glichkeit an, sich ?ber eine Bewerberplattform einfach und schnell zu bewerben. Meine Erfahrung inspirierte mich, diese Idee auch bei meinem Arbeitgeber umzusetzen.
Was waren die entscheidenden Kriterien f?r das Projekt "Online-Bewerberplattform"?
Niklas Bauer: Beim t?glichen Postgang bemerkte ich, wie viele Bewerbungen tats?chlich bei uns eingehen. Alle diese Bewerbungsunterlagen wurden fr?her von der Personalabteilung gesichtet und sortiert. Das war ein enormer Zeit- und Arbeitsaufwand, der durch eine Online-Bewerberplattform definitiv verringert werden konnte. Hinzu kam der Umweltaspekt: indem der Bewerbungsprozess digital ablaufen w?rde, lie?e sich auch eine gro?e Menge an Papier reduzieren.
Heute profitieren zwei Seiten von der Online?Bewerberplattform. Zum einen die Bewerbenden, zum anderen die Abteilung Personalbetreuung der Stadtwerke Saarlouis. Die Bewerbenden m?ssen zuk?nftig keine Bewerbungsmappen mehr erstellen und an uns senden. Sie gehen ganz einfach auf unsere Internetseite und finden offene Stellenangebote. Ohne Probleme k?nnen sie sich mit Hilfe des Online-Formulars bei den Stadtwerken Saarlouis bewerben. ?ber dieses Formular werden gleichzeitig Angaben, die f?r unseren Prozess der Bewerberauswahl wichtig sind, erfasst. F?r die Abteilung Personalbetreuung vereinfacht sich dadurch die Sichtung der eingereichten Unterlagen. Die Kommunikation zwischen uns und den Bewerbenden wird ebenfalls einfacher und die Bewerbungsunterlagen sind f?r eine z?gige Informationsbeschaffung schnell aufrufbar ? und selbstverst?ndlich DSGVO-Konform.
? Natalie Huster.
?ber Aufgaben und Herausforderungen im Projekt
Wie lief bei euch die Verteilung der Rollen und den einzelnen Aufgaben untereinander ab?
Niklas Bauer: Anfangs war die Verteilung der einzelnen Aufgaben nicht ganz einfach. Mit der Zeit wurde aber deutlich, wer alles noch an diesem Projekt beteiligt und hinzugezogen werden m?sse. Zu den wichtigsten Projektmitgliedern wurden: meine Ausbilderin, Natalie Huster, die Abteilung Marketing, die Abteilung Personalbetreuung, unsere Datenschutzbeauftragte und externe Grafiker und Programmierer. Die anstehenden Aufgaben erledigten wir immer nach gemeinsamer Absprache.
Was ist besonders gut gelaufen und wo gab es H?rden?
Niklas Bauer: Es sind viele Dinge im Zusammenhang mit dem Projekt gut gelaufen. Die Ideenfindung bzw. die Kommunikation mit allen beteiligten Abteilungsleitern, die ersten Ideenumsetzungen, die Abarbeitung verschiedener Aufgaben, dass man neu Gelerntes direkt anwenden konnte, die allgemeine Sicht hinter solch ein Projekt und die ?bernahme von Verantwortung. Allein die Verantwortung, f?r Umsetzung einzelner Arbeitsschritte, war eine gro?e Herausforderung. Eine H?rde war bspw. das fachliche Verst?ndnis einzelner Prozesse/Abl?ufe meinerseits. Hier mussten die Kolleginnen und Kollegen aus dem Marketing viel erkl?ren und mir Hilfestellungen gegeben. Etwa, indem wir besprochen haben, wie das Ergebnis des jeweiligen Arbeitsschrittes sein soll und wie ich das Ziel erreichen kann. Es war aber auch schwierig gleichzeitig an dem Projekt zu arbeiten und die t?glichen Azubi-Aufgaben zu erledigen, auch wenn ich von meinen Kolleginnen und Kollegen sehr gut unterst?tzt worden bin.
Wie haben Gesch?ftsf?hrung und der Kollegenkreis auf dein Projekt reagiert?
Natalie Huster: Die Gesch?ftsf?hrung stand von Anbeginn den Digiscouts? und der grundlegenden Idee, dass Auszubildende auch mal die Projektleitung ?bernehmen, positiv gegen?ber. Die Projektidee, die Umsetzung sowie das Ergebnis fand die Gesch?ftsf?hrung sehr gut. Viele Kolleginnen und Kollegen fanden die Idee, dass ein Azubi ein Projekt leiten darf, sehr gut und waren begeistert. Sie zeigten Interesse und fragten regelm??ig danach, wie es denn mit dem Projekt vorangehe.
Was hat im Projekt Digiscouts? am meisten Spa? und Freude gemacht und was w?rdest du, Niklas, sagen, hast du am meisten gelernt?
Niklas Bauer: Am meisten Spa? und Freude hat uns beiden die Teamarbeit, die Ideensammlung im gesamten Unternehmen, den Fortschritt im Projekt zu erleben (von der Planung ?ber die Umsetzung, bis zum Abschluss) und nat?rlich unser tolles Ergebnis gemacht! Gelernt habe ich vor allem eigenverantwortlich in einem Projekt zu Handeln und zu Entscheiden aber auch den Umfang an Arbeit besser abzusch?tzen und sich richtig im Team abzustimmen.